Kletterführer Loferer und Leoganger Steinberge
Zusammenfassung der Region
Nördlich der langen Kalkriegel der Steinplatte und westlich des Wilden Kaisers bilden die steilen, felsigen Loferer und Leoganger Steinberge eine kompakte alpine Bastion, gegliedert durch zwei klassische Ausgangsorte: Leogang und Lofer. Das Gelände ist kompromisslos steil, mit wenigen verbindenden Graten – perfekter Nährboden für lange Mehrseillängenrouten, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten Kultstatus erlangt haben, und eine Hüttenszene, angeführt von der Schmidt‑Zabierow‑Hütte.
Umfang und Aufbau
Dies ist ein umfassender Kletterführer für die Loferer und Leoganger Steinberge, nach Ausgangspunkt in vier logische Abschnitte gegliedert:
- A St. Ulrich am Pillersee (Süd- und Westwände)
- B Waidring
- C Lofer/St. Martin mit der Schmidt‑Zabierow‑Hütte
- D Leogang, inklusive Zustiege zur Passauer Hütte und nach Mitterbrand
Ein umfangreicher Einleitungsteil behandelt die Nutzung des Führers, Absicherung und Ausrüstung, Schwierigkeitsskalen, eine Ernsthaftigkeits‑„E‑Bewertung“, Topolegende, Zugang/Anfahrt, Geologie, kurze Klettergeschichte sowie Hüttenkapitel. Abschließende Listen nach Gebiet und nach Grad, Routenstatistiken und Übersichtspanoramen erleichtern die Querverweise.
Routeninfos und Kartierung
Fototopos sind gestochen scharf und informationsreich: SL‑weise Bewertungen, Hinweise zu Bohrhaken und Normalhaken (BH/NH), Standplätze, Abseillinien und empfohlene Seillängen (Seile). Zustiegskarten sind übersichtlich, mit Symbolen für Parken, öffentliche Verkehrsmittel und sogar E‑Bike‑Unterstützung auf langen Forststraßen. Die E‑Skala und Sicherungs‑Piktogramme helfen, den Ernst der Unternehmung an diesen großen Wänden einzuschätzen – wertvoll dort, wo Abstiege lang und Fluchtmöglichkeiten rar sind. Ausgewählte Sektoren (z. B. Kasawand) bieten moderne, gut abgesicherte Wasserrillenplatten, während viele lange Touren ihren alpinen Charakter bewahren und Keile sowie Bandschlingen erfordern.
Abdeckung und Ziele
Erwartet eine gründliche Abdeckung von bescheidenen Gratklettereien am Ulrichshorn/Heimkehrerkreuz bis zu ernsten Unternehmungen am Reifhorn‑Trio, Skihörndl, Traunspitzl & Dreispitz, der Ochsenhorngruppe und hinüber auf die Leoganger Seite mit Birnhorn, Hochzint, Brandhorn, Kasawand/Kasaplatten und mehr. Hütten (Schmidt‑Zabierow‑Hütte, Passauer Hütte) werden als praktische Ausgangsbasis behandelt.
Fazit
Für Kletterer, die lange Touren in Kalk und Dolomit anpeilen – Schwierigkeitsgrade grob 4 bis 9‑, 150–900 m, mit 1,5–3‑stündigen Zustiegen – glänzt dieser Führer. Klare Topos, ehrliche Angaben zu Absicherung/Ernsthaftigkeit, starke Hüttenlogistik und nützliche Anhänge heben ihn hervor. Stell dich auf ganztägige Unternehmungen im großen Gelände ein; wenn das dein Ziel ist, ist dies der maßgebliche Begleiter für die Steinberge. Empfehlenswert.
Details
Leseprobe- Gewicht
- 800g
- Seiten
- 600
- Verlag
- Panico Alpinverlag