Kletterführer Schwarzwald Süd
Überblick
Dies ist Panicos umfassender Kletterführer für den Südschwarzwald, aufgebaut um den prägenden Kontrast der Region: sonnige, flach geneigte Gneis- und Granitwände über dem Rheintal, während sich auf den nahen Gipfeln noch Schnee halten kann. Zu erwarten sind zahlreiche gemäßigte Routen, weite Blicke zu den Vogesen und ein echter Plaisir-Charakter, der Fußarbeit und Balance mehr als rohe Kraft belohnt.
Abdeckung und Struktur
Der Führer ist in sechs Teilregionen gegliedert:
- Freiburger Kletterfelsen: Kostgfäll, Kandelfelsen, Scheibenfels (Zastler), Gfällfelsen, Harzlochfelsen, Altvogelbachfelsen
- Hochschwarzwald: Felsele, Adlerschanze, Kletterfelsen Todtnau
- Albtal: Erikafels, Wasserschlossfluh, Brückenfels
- Schlüchttal: Hagenbuchfels, Falkenstein, Vesperklotz, Spächtturm, Chrüzfelsenfluh, Tannholzwand, Allmuter Grat, Schwedenfels
- Region Triberg: Windeckfelsen, Hornberger Platte, Teufelsfelsen, Schwenninger Hütte
- Region Schramberg: Lauterbacher Felsen, Ruine Falkenstein, Mühlefels
Jeder Sektor beginnt mit Infos zu Zustieg, Ausrichtung, Sonne/Schatten, Wandhöhe, Wandfußbedingungen, Routenanzahl nach Schwierigkeitsbereichen sowie GPS-Koordinaten. Übersichtskarten und detaillierte Topos sind klar gestaltet und machen die Orientierung unkompliziert.
Details am Fels
- Fels und Stil: griffiger Gneis und grobkörniger Granit, von raspelrauen Platten bis zu strukturierten Wänden und Rissen; meist senkrecht bis leicht überhängend.
- Schwierigkeitsgrade: breite Qualitätsschicht im Bereich 4–6, darüber (ab 7) weniger Auswahl—ideal zum Meter machen und für den Technikaufbau.
- Absicherung: gemischt. Viele Routen sind mit modernem Material gut gebohrt, doch Friends und Keile sind nützlich, besonders am Kandelfelsen und in klassischen Linien; gemeinsame Umlenker sind üblich.
- Saison: zahlreiche West- und Südwände (z. B. am Kandel) bleiben in der kühlen Jahreszeit freundlich; höher gelegene Felsen können nach Niederschlägen feucht sein.
- Trainingswert: ausgewählte Mehrseillängen am Gfäll (Rhodewand, „Studentenwegmassiv“) eignen sich sehr gut, um Standplatzorganisation und Wechselführung zu üben.
Was auffällt
Über die Topos hinaus ist der Vorspann außergewöhnlich stark: prägnante Reiselogistik, klare Hinweise „So nutzt du den Führer“, Regionalgeschichte, Geologie und ein offenes Ethik-Kapitel („Was man nicht tun sollte“). Der Führer trägt Deutschlands Qualitätssiegel „Naturverträglich Klettern“ und enthält einen dreijährigen Vertical-Life-App-Code, der die Topos aufs Smartphone bringt. Der Zugang mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist hervorgehoben—sehr nützlich im Freiburger Becken.
Fazit
Ein ausgereifter, praxiserprobter Führer, der für Kletternde im moderaten Bereich—ob sport- oder gemischt abgesichert—glänzt und Vielfalt, guten Fels sowie echte Schwarzwald-Atmosphäre bietet. Wenn dir klare Karten, verlässliche Topos und durchdachte Naturschutzhinweise—plus digitales Backup—wichtig sind, gehört dieser Band Südschwarzwald in den Rucksack.
Details
Leseprobe- Gewicht
- 580g
- Seiten
- 360
- Verlag
- Panico Alpinverlag